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Jugend schafft Erlebnisse - Aufbau von Jugendstrukturen (2018-2021)

„Jugend schafft Erlebnisse“ ist ein Pilotprojekt zum begleiteten Aufbau von Jugendstrukturen in drei Mitgliedsvereinen des Deutschen Wanderverbands und der Wanderjugend: Harzklub e. V., Verein Dübener Heide e. V. (Sachsen-Anhalt) und im Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e. V. (HWGHV, Nordhessen).

Das Projekt heißt „Jugend schafft Erlebnisse“, denn Jugendverbandsarbeit bedeutet für uns: Junge Menschen schaffen unvergessliche Erlebnisse füreinander. Es ist uns wichtig, das Jugendliche junge Vorbilder haben und voneinander lernen können. In den genannten Mitgliedsvereinen gibt es Angebote für Kinder, z. B. mit unserem Outdoor-Kids Programm, aber sobald diese älter werden fehlt oft das passende Angebot. Hier wollen wir ansetzen indem wir junge Menschen verschiedenen Alters aus einer Region, vor Allem aus dem ländlichen Raum, miteinander in Verbindung bringen und ihnen die Möglichkeit geben, gemeinsam Projekte vor Ort zu gestalten. Die Bundesgeschäftsstelle leistet dabei während der Projektzeit Unterstützung. Die Mitgliedsvereine bzw. die Jugendwarte, Jugendwartinnen und Vorstände sind lediglich bei der Teilnehmendenwerbung und evtl. der Teamendenwerbung sowie der Bereitstellung von finanziellen Mitteln und Örtlichkeiten zur Mithilfe eingeladen. Das langfristige Ziel ist, dass stabile Strukturen der Jugendarbeit entstehen.

Auf dem Weg zu diesen selbstgestalteten Aktivitäten der Jugendarbeit vor Ort organisieren wir als Bundesverband der DWJ in Zusammenarbeit den drei Mitgliedsvereinen zunächst zwei aufeinanderfolgende Zeltlager in der Tarnschlucht in Südfrankreich, um den Jugendlichen einen ersten Zugang zur DWJ und den Vereinen zu bieten. Junge engagierte Menschen, teils aus den Vereinsgebieten, werden die je 50 Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren bei den „Schluchtencamps“ betreuen sowie das Programm organisieren und durchführen. Bereits vor Ort wollen wir schauen, welche Wünsche und Ideen die jungen Menschen für weitere Aktionen haben, um dann zu planen, wie wir das gemeinsam im Anschluss an die Schluchtencamps umsetzen können. Wir können beispielsweise Jugendleitungs-Kurse (JuLeiCa) oder Jugendwanderführungs-Kurse anbieten, um die sich im Aufbau befindliche Jungendarbeit zu stärken. Hierbei steht fest: Alles kann, nichts muss. Jegliches weitere Engagement und die Mitgliedschaft in den Vereinen bleiben freiwillig. Die Zeltlager werden aus den Mitteln der Bundesgeschäftsstelle und aus Teilnehmendenbeiträgen finanziert.

Insgesamt liegt unser Fokus darauf, den Jugendlichen eine Möglichkeit des Ausprobierens und Lernens zu bieten, sowie einen Ort, an dem Kreativität und Partizipation gelebt werden können und an dem sie durch tolle Erlebnisse gemeinsam Spaß haben.
Aktive Jugendarbeit im Verein ist aber nicht nur für die Jugendlichen selbst eine große Bereicherung, sondern auch für die Gesellschaft im Ganzen. Durch solche Austausch- und Ausprobiermöglichkeiten, werden Fähigkeiten eingeübt, die für eine demokratische, verantwortungsbewusste Gesellschaft von großer Bedeutung sind. Wichtig ist die Jugendarbeit aber auch für die Vereine, in denen sich die Jugendlichen engagieren, im Jetzt sowie in der Zukunft. Die Mitgliedszahlen schrumpfen in vielen Vereinen und ganze Generationen fehlen bereits, sodass Jugendliche und ihre Ideen eine treibende Kraft der Weiterentwicklung sein können.

Das Ganze ist ein Pilotprojekt, bei dem wir auch herausfinden wollen, ob in der Zukunft weitere Vereine derartig durch die DWJ unterstützt und begleitet werden sollten. Im Jahr 2021 werden wir das Projekt deshalb evaluieren und feststellen, zu welchen Ergebnissen wir bis dahin gekommen sind.